15.04.2015
Testmanagement II – DOKUMENTATION

 

Testen kostet Geld. Wie sollen die Testergebnisse dokumentiert werden?
Welche Ergebnisse sollen festgehalten und damit nachvollziehbar sein?

 

In vielen Test-Teams steht die Durchführung der Tests im Vordergrund. Fehlende Kriterien zur Bewertung der Tests, mangelhafte Tools oder Kontrolle können schnell den Erfolg des Projektes in Frage stellen.

Andererseits darf eine überregulierte und damit zeitintensive Dokumentation die Testdurchführung nicht behindern.

Im Idealfall sollte die Dokumentation nicht mehr als 10 % – 15 % des Zeitumfanges der Tests beanspruchen.

Die dafür verwendeten Werkzeuge müssen diese Forderung unterstützen.

Bis vor wenigen Jahren war hier MS-Excel in der absoluten Spitzenposition. Professionelle Tools waren in der Regel schwer handhabbar und unflexibel.

Mittlerweile hat sich das aber geändert. Viele Werkzeuge sind flexibler und intuitiv bedienbar geworden.

 

Im Wesentlichen lassen sich drei große Gruppen unterscheiden:

 

1.)    Integrierte Werkzeuge von ERP-Suiten
Prominentester Vertreter dürfte hier der Solution Manager von SAP sein.
Wesentlicher Vorteil ist dabei die volle Integration der Testsuite in die ERP-Software.
Allerdings kommt diese Lösung nicht ohne einen gewissen administrativen Aufwand und eine fundierte Schulung der Nutzer aus.

2.)    Unabhängige, kommerzielle Tools
Die breite Gruppe dieser Tools ist gegenüber der o.g. Gruppe universeller und einfacher strukturiert angelegt. Die Bedienung ist für End-User intuitiv, deshalb kann in der Regel ein größerer Aufwand für Schulungen umgangen werden.

Für die kostenpflichtige Software werden von den Anbietern Support und Hilfestellung bei der Administration angeboten.
Ein Vertreter dieser Gruppe ist z.B. das HP Quality Center.

3.)    Unabhängige, nicht kommerzielle Tools
Als Beispiel der OpenSource Test Management Tools sei TestLink genannt.
Das schnörkellose Werkzeug vereint alle wesentlichen Funktionen.
Hausinterne Entwickler-Kapazitäten vorausgesetzt, kann die Software schnell zur maßgeschneiderten Lösung (Auswertung) ausgebaut werden. Hilfestellungen dazu bieten Foren und Tipps anderer Entwickler im Internet.

Welche Variante letztendlich gewählt  wird, muß von den strategischen Vorgaben der Fachabteilungen des Unternehmens abgeleitet werden.

Dafür sollten die Anforderungen der bestehenden IT-Infrastruktur, Synergieeffekte anstehender Projekte und die Anforderungen an das Projektmanagement analysiert und bewertet werden.

 

(Dieser Beitrag entstand aufgrund von Erfahrungen aus mehreren Projekten der letzten Jahre, welche durch den Autor Dr. Haka realisiert wurden.)

Fragen oder Anmerkungen sind erwünscht.

 

-  Fortsetzung folgt   -




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